Was ist Islam

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Was ist Islam

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    Was ist Islam


    Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen





    _______________________________________________________


    Was ist ISLAM ?



    Islam ist ein arabisches Wort und bedeutet Frieden, Unterwerfung, Hingabe und Gehorsam. Das Wort Islam ist abgeleitet vom dem Wort al-islam und bezeichnet in der arabischen Linguistik folgendes:
    al-inqiyad: die Gefgigkeit, Unterwerfung und Willfähigkeit
    al-silm: die Versöhnung
    al-istislam: sich ergeben und sich hingeben

    Ein Muslim ist jemand,

    der ohne Zwang und bereitwillig die Oberhoheit Gottes anerkennt,
    nach einer vollständigen Neugestaltung seines Lebens gemäß den offenbarten Anweisungen Gottes strebt,
    und fr die Grndung einer Gesellschaftsordnung arbeitet, in der die Rechtleitung Gottes verwirklicht wird.

    Daher ist auch Mohammedanertum eine falsche Benennung des Islam. Es entspricht nicht seinem wahren Geist. Denn allzu leicht nur fhrt diese Benennung zu Missverständnissen und falschen Vorstellungen gegenber dem Islam und den Muslimen, so wie wir es Tag fr Tag erleben können. Und mit welchem Recht auch könnte man einen Muslim Mohammedaner nennen, wo doch Muhammad (Gott segne ihn und schenke ihm Heil) nur einer in der langen Reihe der Propheten ist, an die der Muslim glaubt und an die er, gemäß einer qur'anischen Aussage, ohne Ausnahme glauben soll. In Sure 2:285 heißt es ber die Gläubigen:
    "...sie alle glauben an Allah, an Seine Engel, an Seine Bcher und an Seine Gesandten (und sprechen): 'Wir machen keinen Unterschied zwischen Seinen Gesandten'." Das heißt, es werden alle als Gesandte anerkannte, aber Muhammad ist der Größte.
    Außerdem ist der Name Islam gottgegeben, denn in Sure 5:3 spricht Allah zu den Gläubigen Folgendes:
    "Heute habe Ich eure Glauben fr euch vollendet und Meine Gnade an euch erfllt, und es ist mein Wille, dass der Islam euer Glaube ist." Und in Sure 3:19 spricht Allah: "Wahrlich, die Religion bei Allah ist der Islam."
    Und in Sure 3:84 heißt es:
    "Sprich, wir glauben an Allah und an das, was zu uns herabgesandt worden ist, und an das, was herabgesandt wurde zu Abraham und Ismail und Jakob und zu den Stämmen. Und wir glauben an das, was Moses und Jesus und den anderen Propheten gegeben wurde von ihrem Herrn. Wir machen keinen Unterschied zwischen ihnen, und Ihm unterwerfen wir uns" - im Arabischen steht hier: "wa nahnu lahu muslimn".
    Und weiter heißt es: "Wer eine andere Religion als den Islam (der Hingabe an den einen und einzigen Gott) will, sie soll von ihm nicht angenommen werden, und im Jenseits wird er verloren sein." (3:85)

    Bitte, meine lieben Freunde, stören Sie sich nicht an den Wort "Islam" in diesem qur'anischen Vers, wir könnten an seiner statt auch einfach das Wort mit ins Deutsche bersetzen, und dann heißt der Vers: "Und wer eine andere Glaubenslehre sucht, als die der Hingabe und Unterwerfung: nimmer soll sie von ihm angenommen werden."
    Alle Propheten rufen zum Islam auf.
    Der Islam nicht nur jene Religion und Ideologie, die Allah dem Propheten Muhammad (Gott segne ihn und schenke ihm Heil) offenbarte, sondern Islam ist die Religion, die Glaubenslehre schlechthin, die Gott allen Propheten offenbarte, von Adam ber Noah und Abraham bis hin zu Moses, Jesus und Muhammad. Und so heißt es im Qur'an in Sure 3:67 z.B. ber Abraham: "Abraham war weder Jude noch Christ. Er war vielmehr ein Rechtgläubiger, ein Gottergebener (Muslim)."
    Und Allah sagt ber die Jnger Jesu in Sure 5:111: "Und als ich den Jngern eingab, an Mich und Meine Gesandten zu glauben, sagten sie: 'Wir glauben! So bezeuge Du, dass wir Muslime (Gottergebene) sind.'" Und in Sure 10:72 werden die Worte Noahs (Gott segne ihn und schenke ihm Heil) wiedergegeben: "Ich habe keinen Lohn von euch verlangt. Allah allein kommt fr meinen Lohn auf. Und mir wurde befohlen, einer der Muslime zu sein."
    Weil sich also Abraham dem Willen Gottes unterwarf und alles tat, um das Wohlgefallen Allahs zu erlangen, war er ein Muslim, genau so wie alle Propheten vor und nach ihm, und genau so wie alle, die diesen Propheten folgten: die Jnger Jesu genau so wie die Israeliten, die Moses aus Ägypten folgten, und die Gefährten des Propheten Muhammad (Gott segne sie alle und schenke ihnen Heil) genau so wie jeder Mensch zu jeder Zeit, der sich aufrichtig suchend Gott hingibt. Denn: "Suchet, so werdet ihr finden, und klopfet an, so wird euch aufgetan."
    Alle Propheten, die Allah aus dieser Menschheit auswählte, wurden mit der gleichen Aufgabe betraut: Sie sollten den Menschen den Islam bringen. Sie sollten ihnen klar machen, dass der Mensch nur dann wirklich frei werden kann, frei vom Dienst an allen unwrdigen Götzen, wenn er sich freiwillig und mit ganzem Herzen Gott unterwirft, dem Einzigen, dem aller Dienst gebhrt. Denn sobald sich der Mensch vom Dienst an Gott frei-macht, wird er automatisch zum Sklaven eines Götzen, wie immer dieser auch heißen möge: Mammon, Sex, eigenes Ich (Ego) oder sonst wie.
    Und so sagte der Prophet Noah in Sure 71:2-3: "Oh mein Volk! Ich bin euch ein deutlicher Warner, dass ihr Allah dient und Ihn frchtet und Ihm Folgschaft leistet."
    Und Abraham (Gott segne ihn und schenke ihm Heil) sagt zu seinen Leuten in Sure 29:16: "Dient Allah und frchtet Ihn. Das ist besser fr euch, wenn ihr nur wsstet!" Und der Prophet Jesus sagt in Sure 5:117 zu Allah: "Ich habe ihnen nur gesagt, was Du mir befohlen hast, (nämlich): 'Dient Allah, meinem und eurem Herrn!'"
    Und der Prophet Muhammad sagt in Sure 2:21: "Oh, ihr Menschen, dient eurem Herrn, der euch erschaffen hat und diejenigen, die vor euch waren. Vielleicht werdet ihr dann gottesfrchtig."
    Und in Sure 16:36 sagt Allah: "Und wir beriefen aus jeder Gemeinschaft einen Propheten (mit der Aufforderung): 'Dienet Allah und meidet die Götzen!'"

    Also die Geschichte der Menschheit ist auch gleichzeitig die Geschichte des Islams in dieser Welt. Wann immer die Menschen eines Volkes ohne Leitung waren, weil die ursprngliche Lehre verloren gegangen oder von Menschen geändert war, erweckte Allah aus der Mitte dieses Volkes einen Gesandten, der die Aufgabe hatte, den Islam in seiner ursprnglichen Reinheit wiederherzustellen.
    Dies geschah so lange, bis die Menschheit in der Lage war, diese göttliche Ideologie in allen Einzelheiten aufzuzeichnen und zu bewahren, sodass von nun an jeder willige Mensch die Möglichkeit hatte, diese reine Lehre des Sich-in-Gott-Ergebens, aus der unveränderten göttlichen Offenbarung heraus zu erkennen. Und aus diesem Grund heraus ist der Prophet Muhammad der Letzte in dieser langen Reihe der Propheten, denn nun stand ja die Lehre fest. Niemand konnte sie mehr verändern. Ein fr alle Male war sie in den Herzen und Bchern bewahrt worden. Es bedurfte keines Propheten mehr. Wer immer zu Gott finden wollte, dem stand die unveränderte göttliche Offenbarung in Form des Qur'ans zur Verfgung. Somit betont der Islam den einheitlichen Ursprung aller Religionen. Nach seiner Lehre sind dem menschlichen Geist, trotz seiner großen Möglichkeiten, bestimmte Grenzen gesetzt, die er weder mit den exakten noch mit den empirischen Wissenschaften berschreiten kann. So liegt fr den Menschen das sichere Wissen um die letzten Wahrheiten - Woher komme ich?, Wohin gehe ich?, Warum bin ich hier? - jenseits dieser Grenzen, und die einzige Quelle, die dem Menschen fr die Erreichung dieses Wissens offen steht, ist die göttliche Offenbarung, die ihm von Anbeginn der Zeit zur Verfgung stand.
    Die Propheten des Einen Gottes erschienen im Verlauf der Geschichte in jedem Land und bei jeder Gemeinschaft und berbrachten den Menschen die Weisungen Gottes. Nur konnte diese göttliche Ideologie nicht rein erhalten bleiben, und allein die letzte Offenbarung Gottes an den Propheten Muhammad ist, wissenschaftlich beweisbar, bis auf den heutigen Tag den Menschen unverfälscht zugänglich.
    Islam bedeutet im arabischen auch Frieden schließen und Hingabe. Frieden schließen heißt, dass der Gläubige mit sich selbst und mit seiner Umgebung in Frieden leben soll. Hingabe drckt sich in der Annahme des Willens Gottes aus. Der Muslim erlangt mit dem Islam Frieden durch die Hingabe an Gottes Willen. Im Koran, der heiligen Schrift der Muslime, sagt Gott selbst, dass Er den Islam fr die Menschen als Religion erwählt hat:
    "...Heute habe ich fr euch eure Religion vollständig gemacht, und Ich habe Meine Gnade an euch erfllt, und Ich habe fr euch den Islam als Religion gemacht... " (Koran 5:3).
    Die abendländische Bezeichnung "Mohammedaner" lehnen die Muslime ab, da Muhammad (Allahs Segen und Frieden auf ihm)* als Prophet der Überbringer der Botschaft des Islam war, Gott allein aber anbetungswrdig ist.


    * Die Muslime sprechen den Friedensgruß, wenn der Name des Propheten Muhammad oder eines anderen Propheten erwähnt
    wird.

    2. Wer ist "Allah
    Allah ist das arabische Wort fr "der einzige, anbetungswrdige Gott" und nicht der Name eines privaten Gottes der Muslime. Allah ist der einzige zu Recht angebetete und verehrte Schöpfer des Universums; auch arabische Christen nennen Gott Allah. Er schuf die Menschen und zeigte ihnen durch seine Offenbarung den besten Weg fr sie im Diesseits, damit sie im Jenseits nicht eine Strafe erleiden.


    3. Was bedeutet die Bezeichnung "Muslim"


    Die Bedeutung des Wortes nach ist ein Muslim jemand, der sich freiwillig dem Willen Gottes hingibt und das Friedenmachen als seine Aufgabe ansieht. Man wird Muslim, indem man erklärt, dass es keinen Gott außer dem Einen gibt und Muhammad der Gesandte Gottes ist. Im weitesten Sinne ist ein Muslim jemand, der sich freiwillig und bewußt dem Willen Gottes hingibt. Deswegen waren alle Propheten, die dem Propheten Muhammad vorausgingen, ebenfalls Muslime. Der Koran erwähnt in besonderer Weise Abraham, der lange vor Moses und Jesus lebte und der ''nicht Jude und nicht Christ'', sondern ''Muslim'' war (Koran 3:67)*, weil er sich dem Willen Gottes hingegeben hatte.
    Andererseits gibt es Menschen , die sich zwar Muslime nennen, sich aber nicht dem Willen Gottes unterordnen, während andere wiederum ihr Bestes geben, um eine islamische Lebensweise zu fhren. Man kann sich kein Urteil ber den Islam bilden, wenn man nur die Menschen betrachtet, die zwar einen muslimischen Namen tragen, sich aber in ihren Handlungen und in ihrer Lebensweise nicht wie Muslime verhalten.
    Inwieweit jemand Muslim ist, hängt von der Bereitschaft ab, mit der er sich in Glaube und Tat dem Willen Gottes hingibt.

    4. Wer war Muhammad?

    Muhammad wurde um das Jahr 570 n.Chr. in der Stadt Mekka in Arabien als Mitglied eines angesehenen Stammes geboren. Seine Vorfahren gehen auf den Propheten Ismael, den Sohn Abrahams, zurck. Muhammads Vater starb vor dessen Geburt, und seine Mutter, als er sechs Jahre alt war. Er besuchte keine Schule, sondern wurde - wie in jenen Tagen blich - von einer Amme aufgezogen und später von seinem Großvater und seinem Onkel aufgenommen und erzogen. Von seiner Jugend an war er als rechtschaffener Mensch bekannt. Ungefähr im Alter von vierzig Jahren erschien ihm der Engel Gabriel in jener Höhle, in der er zu meditieren pflegte, und offenbarte ihm, dass er ein Prophet Gottes sei. Die folgenden Offenbarungen Gottes wurden in einem Zeitraum von 23 Jahren herabgesandt und später in Buchform zusammengetragen. Dieses Buch, der Koran, ist fr Muslime die letzte und abschließende Offenbarung Gottes. Der Koran ist unverändert und in seiner Originalform erhalten; er bestätigt die Thora, die Psalmen und das Evangelium, welche die Menschen im Laufe der Zeit verändert haben.


    5. Beten die Muslime Muhammad an?

    Nein. Die Muslime beten weder Muhammad noch irgendeinen anderen Propheten an. Die Muslime erkennen alle frheren Propheten an, so Adam, Noah, Abraham, David, Salomo, Moses, Jesus und alle anderen (Friede sei mit ihnen allen). Die Muslime glauben, dass Muhammad das Siegel der Propheten war, d.h. der letzte der Gesandten Allahs. Sie glauben, dass allein Gott und nicht irgendein menschliches Wesen angebetet werden darf.


    6. Was sagen die Muslime ber Jesus?

    Die Muslime achten Jesus (Friede sei auf ihm) und seine Mutter Maria sehr. Der Koran berichtet uns, dass Jesus durch ein Wunder ohne Vater geboren wurde. "Das Gleichnis von Isa (Jesus) ist ja bei Allah wie das Gleichnis von Adam, Er schuf ihn aus Erdreich, dann spach Er zu Ihm: Sei!, und er war." (Koran 3:59). Er vollbrachte mit Gottes Hilfe als Prophet viele Wunder, unter anderem konnte er gleich nach seiner Geburt sprechen, um seine Mutter zu verteidigen und ihre Frömmigkeit zu bestätigen. Gott gab ihm noch andere Fähigkeiten wie z.B. das Heilen von Blinden und Kranken, das Wiedererwecken von Toten, das Formen eines lebendigen Vogels aus Ton und das Wichtigste: Er gab ihm eine Botschaft an die Menschen. Diese Wunder, die ihm Gott gab, bestätigten ihn als Propheten. Er wurde nicht gekreuzigt, in den Himmel erhoben (Koran 3:54-55). Die Sure Maryam (19) beschreibt die Wunder Jesu in den Versen 27-34.



    .



    Einheit der Botschaft

    Der Islam lehrt die Einheit der gesamten Menschheit. Er betont, dass Unterscheidungen nach Rassen, Hautfarben, Sprachen usw., niemals den Grund fr Ueberlegenheitensansprche einer Gruppe gegenber einer anderen bilden koennen. Die einzige, wirkliche Unterscheidung zwischen den Menschen ergibt sich auf geistig sittlicher Ebene, naemlich die Unterscheidung nach Rechtschaffenheit und Gottesehrfurcht.



    Grundlagen des Islam

    Was sind die grundlegenden Pflichten eines Muslims?

    Der Islam basiert auf fnf Säulen, aus denen sich die Pflichten ergeben. Diese sind:
    1) Das Bezeugen (schahada), dass es nur Einen Gott gibt und dass Muhammad Sein Gesandter ist.
    2) Das Gebet (salah), das fnfmal am Tag vorgeschrieben ist.
    3) Das Fasten (siyam), welches im Monat Ramadan durchgefhrt wird.
    4) Die Armensteuer (zakat), die eine Pflichtabgabe fr gute Zwecke vom Vermögen der Wohlhabenden ist.
    5) Die Wallfahrt nach Mekka (hadsch), welche jeder Muslim, der körperlich und finanziell dazu in der Lage ist, mindestens einmal im Leben verrichten muß.

    Alle Säulen dieses Glaubensgebäudes sollten die gleiche Relevanz fr einen Muslim besitzen, um dem Gebäude seine entsprechende Gestalt zu verleihen. Es ist widersprchlich, wenn jemand die Pilgerfahrt vollfhrt, ohne dass er fastet oder die Gebete regelmäßig verrichtet. Diesen Teil des Glaubensgebäudes bildet im Islam das moralische Verhalten, das sich in Tugenden wie z.B. Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit, Geduld und vielen anderen Eigenschaften äußert. Deshalb sollte ein Muslim nicht nur die Säulen des Islam praktizieren, sondern auch stets bemht sein, seinen Charakter entsprechend weiter zu entwickeln.


    Glaubensgrundsaetze

    Im Islam gibt es sechs
    Glaubensartikel
    , naemlich den Glauben an:

    den einzigen Gott (arab. Allah)
    seine Engel
    seine Offenbarung (heilige Bcher: Thora, die Evangelien (jedoch halten Muslime die Version der Bibel an die Christen, fr verfaelscht, da die Protestanten die Bibel erneuert haben.), den Koran etc.)
    seine Gesandten, die Propheten Gottes: darunter Adam, Abraham, Moses, Jesus und zuletzt Mohammed
    den Tag des jngsten Gerichts und das Leben nach dem Tod: Der Mensch werde eines Tages fr seine Taten zur Verantwortung gezogen und mit dem Hoellenfeuer bestraft bzw. mit dem Paradies belohnt
    die goettliche Vorsehung
    .

    Erwaehnt werden diese Glaubensartikel sowohl im Koran (z. B. Sure 4, Vers 136):

    Ihr Glaeubigen! Glaubt an Gott und seinen Gesandten und die Schrift, die er auf seinen Gesandten herabgeschickt hat, und an die Schrift, die er schon (frher) herabgeschickt hat! Wer an Gott, seine Engel, seine Schriften, seine Gesandten und den jngsten Tag nicht glaubt, ist (damit vom rechten Weg) weit abgeirrt.

    Auch in Hadithen, wie folgendem Ausspruch des Propheten, heisst es:

    Der Glaube besteht darin, dass du an Gott glaubst und an seine Engel, an seine Bcher, an seine Propheten und an den Jngsten Tag, sowie an die goettliche Vorsehung des Guten und des Boesen.

    Neben der Eigenverantwortung steht die Verantwortung fr andere: Jeder Muslim ist verpflichtet, zu gebieten, was recht ist und zu verbieten, was verwerflich ist: Al-amr bi'l ma'ruf wa n-nahy 'an al-munkar (mehrfach im Koran, z. B. in Sure 7, Vers 157).


    Die Scharia

    Die Scharia kommt im Koran als solche berhaupt nicht vor. Das alltaegliche Leben erforderte allerdings Klaerungen darber, was als islamisch anzusehen sei und was nicht. Dies geschah durch Fatwas (religioese Gutachten, Lehrentscheidung), die von Religionsgelehrten (Muftis) aufgrund der Interpretation von Koran und Sunna getroffen wurden.

    Es gibt Fatwas aus allen Bereichen des Lebens, woraus sich das islamische Recht entwickelte. Ehe-, Kauf-, Vertrags- und Strafrecht, sowie die Beziehungen zu der nichtmuslimischen Welt (Siehe Fremden- und Kriegsrecht, Siyar) wird geregelt. Die Scharia darf aber nicht als kodifiziertes Recht verstanden werden, obwohl es auch Bemhungen zur Kodifizierungen gab. Wann immer deshalb von der Einfhrung der Scharia als Rechtssystem gesprochen wird, handelt es sich nur um Teile der Scharia. (siehe Umsetzung der Scharia)





    Das Gottesbild


    Der Islam verkndet die reinste Form des Monotheismus. Gott ist der eine Gott; Er ist unteilbar und hat niemand neben sich. Er ist unvergleichlich und nichts ist ihm auch nur aehnlich. Nichts geschieht ohne seinen Willen. Er ist der Erste, der Letzte, der Ewige, der Unendliche, der Allmaechtige, der Allwissende. Er ist der Schoepfer und Erhalter aller Dinge. Er ist der Gerechte, der Allerbarmer, der Gnaedige, der Liebende, der Gtige, der Erhabene, Preiswrdige, der Wahrhaftige. Er ist der Inhaber und Besitzer aller vollkommenen Eigenschaften
    Alle diese, und noch andere im Koran erwaehnten Eigenschaften Gottes, mssen in ausgewogener Weise betrachtet werden, ohne dass die eine Eigenschaft zugunsten einer anderen vernachlaessigt wird, oder zum Nachteil einer anderen berbetont wird; denn Gott allein hat sich mit all diesen Namen benannt.
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    Allumfassender Lebensweg

    Der Islam ist ein allumfassender Lebensweg, der sich auf alle Bereiche des menschlichen Daseins erstreckt und der in grundsaetzlicher Uebereinstimmung mit der Natur, ihren Gesetzen und ihren Anforderungen steht. Islam ist das in die Praxis umgesetzte Wissen um die Existenz Gottes, die Wahrhaftigkeit seiner Propheten, seiner Bcher, seiner Engel und des Lebens nach dem Tode.
    Ein Muslim ist derjenige, der die Gesetze Gottes in allen Lebenssituationen befolgt, und die islamische Gesellschaft ist die nach Wissen um den Willen Gottes strebende Gemeinschaft der jeder Einzelne direkt und ohne Vermittlung eines Priesters mit Gott in Verbindung steht. Und schließlich ist die islamische Gesellschaft die jedem Nichtmuslim groeßte Toleranz entgegenbringende Gemeinschaft der Gottglaeubigen, denn das Wort Islam hat sowohl die Bedeutung Unterwerfung unter den Willen Gottes, als auch die Bedeutung Frieden .



    Vollstaendiges Rechtssystem

    Der Islam gibt der Menschheit ein vollstaendiges Rechtssystem, denn obwohl sich der Islam an das Geistige im Menschen wendet und ihm vor allem ein ethisches Ideal bietet, beachtet er gleichzeitig das Materielle im Leben der Menschen in ausgewogener Weise. Die islamische Gesetzgebung vereint harmonisch geistige und materielle Elemente.
    Ob ein Muslim in der Moschee betet, auf dem Markt seine Ware verkauft, Staatsgeschaefte leitet, zu Gericht sitzt oder im Kreis seiner Familie ist, immer wird seine Handlungsweise von dem einen, ewigen und immergltigen Gesetz Gottes bestimmt, von dem Gesetz, dessen Hauptgrundlagen in der goettlichen Offenbarung, dem Koran, und in den Ueberlieferungen vom Propheten Muhammad niedergelegt sind, und welches der muslimischen Gemeinschaft zu jeder Zeit und Epoche einen breiten Spielraum fr Interpretationen einraeumt.


    Die Familie

    Der Islam misst der Familie innerhalb seines Sozialsystems die weitaus groesste Bedeutung bei. Im Verhaeltnis zwischen Mann und Frau ist die Ehe die einzige legale Form des Zusammenlebens. Jeden intimen ausserehelichen Verkehr zwischen den Geschlechtern lehnt der Islam ab.
    Mann und Frau vervollkommnen sich gegenseitig, um in der Ehe einen gemeinsamen Beitrag zum Aufbau einer gesunden Gesellschaft zu bringen. Um den Aufbau einer gesunden Familie zu gewaehrleisten, verteilt der Islam die Verantwortungen in der Familie zwischen Mann und Frau. Waehrend der Mann fr den Unterhalt verantwortlich ist, ist die Frau bemht, ihre Kinder in einer Atmosphaere der Frsorge und Liebe zu erziehen, und das Haus zu einem Hort der Geborgenheit zu gestalten



    Die Vernunft

    Der Islam betrachtet die Vernunft als ein kennzeichnendes Merkmal des Menschen und als eine Gabe Gottes. Sie ist der Grund fr die Verantwortlichkeit des Menschen vor Gott und gleichzeitig sein Fhrer in allen Lebenssituationen. Weil der Islam der Vernunft einen so bedeutenden Platz einraeumt, gibt es fr mystische Kulte und Dogmen keinen Platz in ihm.


    Islam und Wissenschaft

    Der Islam macht das Streben nach Wissen zur Pflicht eines jeden Muslims. Er geht sogar so weit, die wissenschaftliche Arbeit zum Gottesdienst zu erheben. In staendigen Appell fordert der Koran den Menschen dazu auf, die Natur zu erforschen, damit er die Existenz Gottes und Seine Eigenschaften erkennt. Im Koran findet der Muslim die Grundlagen und Richtlinien fr ein wissenschaftliches Forschen. Die einzige Einschraenkung auf diesem Gebiet bestehet darin, dass die Forschung selbst nie zum Ziel werden darf, sondern immer ein Mittel zur Erreichung menschlichen Fortschritts und zur Vervollkommnung der Moral bleiben muss.



    Ziele des Islam

    Der Islam befasst sich nicht nur mit dem ewigen Leben im Jenseits, sondern er richtet sein Augenmerk in gleichem Masse auch auf das diesseitige Leben. Sittliche Vollkommenheit, sozialer Fortschritt, wirtschaftliche Gerechtigkeit, zwischenmenschliche Liebe und Barmherzigkeit, politische Vernunft und Friede sind Ziele, die der Islam zur Erreichung wahren menschlichen Glcks in diesem Leben zu verwirklichen sucht.
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    8. Welche Rolle spielen Gottesdienste im Islam
    Der Zweck der Gottesdienste im Islam ist es, sich der Gegenwart Gottes bewußt zu werden. Der Gottes-Dienst, sei es nun das Gebet, das Fasten oder die Armenabgabe, ist ein Schritt auf dem Weg zu dem Ziel, Gottes Wohlgefallen zu erlangen. Wenn jemand in seinen Gedanken und in seinem Handeln im Bewußtsein Gottes lebt, dann kann er sowohl im Diesseits als auch im Jenseits auf Seine Wohltaten hoffen.



    9. Was erwartet den Muslim nach dem Tod?
    Gott ist gerecht, und damit Er Seine Gerechtigkeit ausben kann, gibt es im Islam das Prinzip der Verantwortlichkeit. Die Menschen, welche Gutes tun, werden belohnt, und diejenigen, welche schlechte Dinge tun, entsprechend bestraft. Deshalb hat Er das Paradies und die Hölle geschaffen, in die der Mensch unter bestimmten Voraussetzungen gelangt.
    Die Muslime wissen, dass das gegenwärtige Leben nur von kurzer Dauer ist und dass darauf ein anderes folgt. Das diesseitige Leben ist eine Prfung, und wenn wir diese Prfung bestehen, wird uns ein ewiges Leben der Glckseligkeit in der Gemeinschaft von aufrichtigen Menschen im Paradies zuteil.

    10. Was passiert mit einem "Ungläubigen" nach dem Tod und gibt es Snden, die Gott nicht vergibt?

    Der Koran (99:7-8) sagt klar:"Und wer das Gewicht eines Sonnenstäubchens an Gutem tut, er sieht es. Und wer das Gewicht eines Sonnenstäubchens an Schlechtem tut, er sieht es." Damit ist gemeint, dass die Menschen, die nicht glauben, aber auf dieser Welt Gutes getan haben, aufgrund ihrer guten Taten im Diesseits belohnt werden. Die Menschen dagegen, die Muslime sind und Gutes tun, werden nicht nur im Diesseits, sondern auch im Jenseits belohnt werden. Das endgltige Urteil steht jedoch allein Gott zu (Koran 2:62). Die Snde der Mitgötterei hingegen will Gott nicht verzeihen (Koran 4:48,116). Es sei angemerkt, dass die Hölle wie auch das Paradies aus verschiedenen Stufen besteht.

    11. Warum mssen muslimische Frauen Kopftuch tragen?

    Der Muslim sollte auch bezglich seiner Kleidung auf Bescheidenheit Wert legen, und der Mensch sollte nicht als bloßes Objekt der Begierde betrachtet werden. Deshalb gibt es im Islam sowohl fr Männer als auch fr Frauen Bekleidungsvorschriften. Die Kleidung darf weder zu dnn sein, noch zu eng anliegen, damit die Körperformen nicht sichtbar werden. Die Bekleidung des Mannes muß mindestens den Bereich vom Nabel bis zum Knie bedecken, bei der Frau muß die Kleidung ihren ganzen Körper, außer ihrem Gesicht und ihren Händen, bedecken. Die Verschleierung des Gesichts ist nicht vorgeschrieben.Diesen Regelungen liegt die Koranstelle (24:31) zugrunde, die durch Aussagen des Propheten Muhammad präzisiert wird. Diese Vorschriften, wie auch andere Vorschriften im Islam, gelten fr die Muslime verbindlich ab der Pubertät, da dieser Einschnitt die Volljährigkeit kennzeichnet.

    12. Ist im Islam nur Schweinefleisch verboten?
    Dem Muslim wird im Koran aufgetragen, kein Schweinefleisch, keine Produkte vom Schwein und kein Fleisch von verendeten Tieren zu essen (Koran 5:3). Ein Muslim darf außerdem keine alkoholischen Getränke wie z.B. Wein oder Bier, und auch keine Drogen zu sich nehmen.

    13. Gibt es einen "heiligen Krieg" oder was ist "Dschihad"?

    Oft werden in den Medien Begriffe wie Dschihad und ''heiliger Krieg'' genannt und gleichgesetzt. Im Islam gibt es den Begriff des heiligen Krieges nicht. Gemeint ist eigentlich das Wort Dschihad, welches "Anstrengung" oder genauer "sich auf dem Wege Gottes anstrengen" bedeutet. Jede Anstrengung im Alltagsleben, die unternommen wird, um Gott zufriedenzustellen, kann als Dschihad betrachtet werden. Eine der höchsten Stufen des Dschihad ist es, sich gegen die Herrschaft eines Tyrannen zu erheben und ihm die Wahrheit zu sagen. Gegen sein Ego zu kämpfen und sich von schlechten Verhaltensweisen fernzuhalten, ist ebenfalls eine große Anstrengung auf dem Wege Gottes. Zum Dschihad gehört auch, dass man zu den Waffen greift, um den Islam oder ein muslimisches Land zu verteidigen.

    14. Welche Feiertage kennt der Islam?
    Mit dem Id-ul Fitr (Fest des Fastenbrechens, trkisch: Ramazan bayram) endet die Fastenzeit im Monat Ramadan. Dieses Fest feiern die Muslime mit einem öffentlichen Gebet, besonderem Essen und gegenseitigen Besuchen und Geschenken.
    Das Id-ul Adha (Opferfest, trkisch: Kurban bayram) findet gegen Ende der Hadsch, also der jährlichen Pilgerfahrt nach Mekka statt. Nach dem öffentlichen Gebet schlachten diejenigen, die finanziell dazu in der Lage sind, ein Lamm oder ein anderes Tier.

    16. Wurde der Islam mit "Feuer und Schwert" verbreitet?

    Im Koran heißt es: "Es gibt keinen Zwang im Glauben" (2:256); deshalb kann niemand gezwungen werden, zum Islam berzutreten. Es stimmt, dass die muslimischen Armeen, die auszogen, um ein Volk oder ein Land zu befreien, meistens das Schwert mit sich trugen. Der Islam wurde aber nicht durch das Schwert verbreitet, denn an vielen Orten, wo jetzt Muslime leben, wie z.B. im Fernen Osten, in Teilen Chinas oder in vielen Gegenden Afrikas, finden wir keine Berichte darber, dass dort jemals muslimische Heere einmarschierten. Wenn man sagt, dass der Islam mit dem Schwert verbreitet wurde, mßte man auch sagen, dass das Christentum mit Gewehren, F16-Bombern und Atomraketen verbreitet wurde, was ja auch nicht der Wahrheit entspricht. Das Christentum wurde durch die Tätigkeit von Missionaren verbreitet, der Islam hingegen von muslimischen Händlern und Reisenden.
    Zehn Prozent aller Araber sind immer noch Christen. Auch in den anderen muslimischen Ländern hat die Toleranz der Muslime das Überleben von nichtmuslimischen Minderheiten gewährleistet. Und es gibt heute noch in fast allen muslimischen Ländern nichtmuslimische Minderheiten.
    In der Bundesrepublik Deutschland nehmen auch Deutsche freiwillig und aus Überzeugung den Islam an. Sie und alle anderen Muslime wollen mit ihren Mitmenschen friedlich zusammenleben und besitzen keine Schwerter, um andere zum Islam zu bekehren.

    17. Wie steht der Islam zu Gewalt und Terrorismus?
    Der Islam ist die Religion des Friedens und der Hingabe an Gott und legt Wert auf die Unverletzlichkeit des menschlichen Lebens. Ein Vers im Koran sagt: "... wer eine Seele tötet, - nicht wegen einer Seele oder Verderbenstiften auf der Erde, - es dann so ist, als habe er die Menschheit insgesamt getötet..." (Koran 5:32). Der Islam verurteilt jede Form von Gewalt, wie z.B. in den Kreuzzgen, in Spanien während der Inquisition, im 2. Weltkrieg, oder die Greueltaten, die durch die Serben in Bosnien verbt wurden. Jemand, der Gewalt ausbt, kann nicht gleichzeitig seine Religion praktizieren.
    Manchmal ist Gewaltanwendung jedoch die menschliche Reaktion eines unterdrckten Volkes. Terrorismus und Gewalt gibt es auch dort, wo keine oder kaum Muslime leben, z.B. in Nordirland, Sdafrika, Lateinamerika oder in Sri Lanka. Manchmal findet Gewalt im Kampf zwischen Besitzenden und Besitzlosen oder zwischen Unterdrckten und Unterdrckern statt. Man muß differenzieren und herausfinden, warum Menschen zu Terroristen werden. Terrorismus als Mittel zur Durchsetzung von bestimmten Zielen widerspricht den Grundsätzen des Islam. Sogar im Krieg hat der Prophet Muhammad verboten, Menschen zu bekämpfen, die sich nicht an den Kampfhandlungen beteiligen. Er ging noch weiter, indem er sagte, dass es verboten ist, auch im Krieg die Ernte des Gegners zu zerstören.

    18. Was ist "islamischer Fundamentalismus"?
    Der "islamische Fundamentalismus", der in den Augen des Westens mit der Revolution im Iran begann, wird mit Terror gleichgesetzt und die westliche Welt sieht darin, nach dem Zusammenbruch der Sowjetmacht, die größte Gefahr fr sich. Aber fr die berwältigende Mehrheit der Muslime auf der ganzen Welt ist der Begriff "islamischer Fundamentalis-mus" ein falscher Begriff. Sie wrden zwar akzeptieren, dass sie auf den Fundamenten ihres Glaubens stehen, nicht aber, dass sie Extremisten sind.
    Die Terroranschläge, die mit dem Islam begrndet werden, bezeichnen die Medien als ein Akt des "islamischen Fundamentalismus". Terrorismus aber widerspricht den Fundamenten des Islam, und Bombenattentate können nicht islamisch sein, wenn die Möglichkeit der friedlichen Auseinandersetzung offensteht. Der Islam begnstigt den Krieg nicht. Denn der islamische Glaube und seine Kultur blhten in der Zeit des Friedens und nicht in der des Krieges auf. Deswegen sollte fairerweise differenziert und nicht der Islam und die restlichen Muslime fr den Mißbrauch des Islams durch einige wenige verurteilt werden.


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    19. Hat der Islam eine eigene Zeitrechnung?

    Der islamische Kalender beginnt mit der Auswanderung (Hidschra) des Propheten Muhammad von Mekka nach Medina im Jahre 622 n. Chr. Das islamische Jahr ist ein Mondjahr mit 354 oder 355 Tagen. Der erste Monat wird Muharram genannt. Anfang 2005 n.Chr. entspricht dem islamischen Jahr 1425/26 nach der Hidschra.

    20. Warum drfen muslimische Männer mehrere Frauen heiraten?

    Die religiöse Überlieferung zeigt, dass außer Jesus, der nicht verheiratet war, viele Propheten mehr als eine Ehefrau hatten. Fr muslimische Männer gibt es nach dem Koran die Erlaubnis, mit mehr als einer Frau gleichzeitig verheiratet zu sein, aber nicht, um ihre Lust zu befriedigen, sondern um unter anderem die Versorgung von Witwen und Waisen nach einem Krieg zu gewährleisten. Die Mehrehe ist keine Pflicht und unter den Muslimen eher die Ausnahme. In der vorislamischen Zeit hatten die Männer gewöhnlich mehrere Frauen, einer von ihnen hatte z.B. elf Ehegattinen. Als er Muslim wurde, fragte er den Propheten Muhammad: "Was soll ich mit so vielen Frauen?" Dieser antwortete: "Scheide dich von allen, außer von vieren." Der Koran sagt: "... so heiratet, wer fr euch von den Frauen gut ist, zweie und dreie und viere, und wenn ihr frchtet, dass ihr nicht gerecht seid, dann eine einzige..." (Koran 4:3).
    Weil es in der Praxis sehr schwierig ist, alle Ehefrauen gerecht zu behandeln, haben die meisten muslimischen Männer nicht mehr als eine Frau. Der Prophet Muhammad selbst war von seinem 25. bis 50. Lebensjahr allein mit seiner ersten Frau Khadidscha verheiratet. In der westlichen Gesellschaft haben manche Männer, die mit einer Frau verheiratet sind, außereheliche Verhältnisse. So wurde in der Zeitschrift "USA Today" (4. April 1988, Abschnitt D) eine Untersuchung veröffentlicht, wonach 4700 Geliebte gefragt wurden, welchen Status sie besitzen wollten. Sie sagten, dass sie eher bevorzugten, eine zweite Ehefrau zu sein als die "andere Frau", da sie weder die Rechte noch die finanzielle Gleichstellung besitzen, die nach dem Gesetz verheirateten Ehefrauen zustehen. Es komme ihnen so vor, als wrden sie von den Männern nur benutzt werden.

    21. Werden die Frauen im Islam unterdrckt?
    Nein, im Gegenteil. Der Islam hob die Stellung der Frau bereits vor 1400 Jahren an, indem er ihr das Scheidungsrecht, das Recht auf finanzielle Unabhängigkeit und Unterhalt, sowie das Recht, als ehrbare Frau erkannt zu werden (Hidschab), zubilligte, und dies zu einer Zeit, in der die Frauen in der brigen Welt, Europa eingeschlossen, keine derartigen Rechte besaßen. In Bezug auf ihre religiösen Handlungen ist die Frau dem Mann gleichgestellt (Koran 33:35). Dies wird im Koran auch in 4:124 wie folgt erläutert: "Diejenigen aber, die handeln, wie es recht ist sei es Mann oder Frau - und dabei gläubig sind, werden ins Paradies eingehen und nicht im geringsten Unrecht erleiden". Der Islam erlaubt der Frau, nach der Heirat ihren Mädchennamen zu behalten, ihr selbstverdientes Geld zu verwalten und es so auszugeben, wie sie es wnscht. Er trägt dem Mann auf, die Frau in der Öffentlichkeit vor Belästigung zu beschtzen. Der Prophet Muhammad sagte zu den muslimischen Männern: "Der Beste unter euch ist derjenige, welcher am besten zu seiner Familie ist."
    Nicht der Islam, sondern einige muslimische Männer unterdrcken heutzutage ihre Frauen. Dies geschieht aufgrund ihrer kulturellen Angewohnheiten oder aus Unkenntnis ber ihre eigene Religion.

    22. Ist der Islam religiösen Minderheiten gegenber intolerant?

    Der Islam erkennt die Rechte und die Religionsfreiheit von Minderheiten an. Im Koran kommt dies u.a. in dem folgenden Koranvers zum Ausdruck: "Kein Zwang in der Religion" (2:256). Um ihr Wohlergehen und ihre Sicherheit zu garantieren, wird den Minderheiten eine Steuer (Dschizja) auferlegt. Außerdem sind sie vom Wehrdienst befreit. Der Prophet Muhammad verbot muslimischen Heeren, Kirchen oder Synagogen zu zerstören. Der Kalif Omar erlaubte muslimischen Eroberern nicht einmal, in einer Kirche das islamische Gebet zu verrichten, um nicht die Gefhle der Christen zu verletzen. Die Juden lebten im muslimischen Spanien friedlich mit den Muslimen zusammen, und ihr Gemeindeleben blhte auf, während sie im restlichen Europa verfolgt wurden. Sie betrachten diesen Teil ihrer Geschichte als das goldene Zeitalter. In islamischen Ländern leben Christen in Wohlstand, haben Regierungsposten inne und werden nicht am Kirchgang gehindert. Christlichen Missionaren ist es erlaubt, Schulen und Krankenhäuser aufzubauen und zu unterhalten.
    Dagegen genießen muslimische Minderheiten nicht immer dieselbe religiöse Toleranz, wie man an der spanischen Inquisition und den Kreuzzgen sieht oder wie dies heute im ehemaligen Jugoslawien, in Israel und in Indien der Fall ist. Muslime wissen aber auch, dass ein Herrscher bei der Ausbung seines Amtes nicht immer die Lehren seiner Religion beachtet.


    23. Was ist die islamische Meinung zu folgenden Fragen:

    a) Freundschaften und intime Beziehungen:


    Der Islam lehnt außereheliche intime Beziehungen zwischen den Geschlechtern ab. Er fördert die Ehe, die als Schutz vor solchen Versuchungen und als Mittel zur gegenseitigen Liebe, Barmherzigkeit und zum Frieden dient.

    b) Homosexualität:

    Der Islam lehnt das Ausleben von homosexuellen Neigungen kategorisch ab und betrachtet sie als Snde (Koran 7:80ff; 26:165ff). Unabhängig davon sollen muslimische Ärzte aber Aids-Kranken dieselbe Frsorge wie anderen Patienten entgegenbringen, auch wenn diese sich durch homosexuelle Kontakte infiziert haben.

    c) Schwangerschaftsverhtung und Abtreibung:


    Während der Islam Schwangerschaftsverhtung in begrndeten Fällen erlaubt, gestattet er keine Gewalt gegen das ungeborene Leben. Er betrachtet Abtreibung als Mord, weil es ein Angriff auf einen lebenden Menschen ist, und befrwortet sie nur dann, wenn dadurch das Leben der Mutter gerettet werden kann.

    d) Sterbehilfe und Selbstmord:

    Der Islam ist sowohl gegen Selbstmord als auch gegen Euthanasie (Sterbehilfe).

    e) Organtransplantation:

    Das Retten von Leben besitzt im Islam einen hohen Stellenwert (Koran 5:32). Deshalb wird Organtransplantation allgemein als erlaubt betrachtet, vorausgesetzt, es liegt das Einverständnis des Spenders vor. Der Verkauf von Organen ist jedoch nicht gestattet.


    24. Wie sollen sich Muslime gegenber Juden und Christen verhalten?


    Der Koran nennt die Juden und Christen das "Volk der Schrift", d.h. sie sind diejenigen, die göttliche Offenbarungen vor der Zeit des Propheten Muhammad erhalten haben. Muslimen ist auferlegt, sie mit Respekt und Gerechtigkeit zu behandeln und nicht mit ihnen zu kämpfen, solange diese nicht Feindseligkeiten beginnen oder den Islam verspotten. Dieser Respekt und die Toleranz ist aber nicht nur auf Christen und Juden beschränkt. Dennoch haben sie aufgrund der monotheistischen und abrahamitischen Tradition einen besonderen Stellenwert bei den Muslimen. Die Muslime tragen die Hoffnung, dass die Christen und Juden sich ihnen anschließen, um den Einen Gott anzubeten und sich Seinem Willen zu unterwerfen.
    Der Koran wurde fr alle Menschen offenbart auch fr Christen und Juden und nicht nur fr die jetzigen Muslime. Leider ist vielen Menschen in Europa diese Tatsache nicht bewusst. Die meisten heutigen Muslime waren vor der Offenbarung des Korans oder vor dem ersten Kontakt mit dem Koran entweder Christen oder Juden.
    Ihre Nachfahren beten jetzt fnf mal täglich, fasten einen kompletten Monat und folgen den Gesetzen Allahs im Koran und hoffen auf seine Gnade und Belohnung mit dem Paradies. Sie lieben und ehren Jesus und Moses (Friede sei auf Ihnen) - wie sie auch Muhammad (a.s.) ehren und lieben.
    Allah spricht die Christen und Juden im Koran direkt an und fordert sie auf dem Koran zu folgen, wenn Sie auf Allahs Belohnung am jngsten Tag hoffen.
    Allah hat das Buch (der Koran )mit der Wahrheit auf dich (Muhammad) herabgesandt als Bestätigung dessen, was vor ihm war. Und Allah hat auch die Thora und das Evangelium vorher herabgesandt (Sure 3: 3)
    Sprecht: Muhammad "Wir glauben an Allah und an das, was uns herabgesandt worden ist, und was Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und den Stämmen (Israels) herabgesandt wurde, und was Moses und Jesus gegeben wurde, und was den Propheten von ihrem Herrn gegeben worden ist. Wir machen zwischen ihnen keinen Unterschied, und Ihm sind wir ergeben." (Sure 2: 136)
    Als der Gesandte Allahs Muhammad (a.s.) jemanden (als Verwalter in den Jemen) schickte, sagte er zu ihm: "Du wirst (dort) Leuten der Schrift* begegnen, so belehre sie, dass es keinen Gott gibt außer Allah und dass ich Sein Gesandter bin, damit sie dies bezeugen. Wenn sie auf dich hören, dann erkläre ihnen, dass sie die vorgeschriebenen fnf Gebete verrichten mssen, am Tag und in der Nacht. Wenn sie dir gehorchen, dann setze sie darber in Kenntnis, dass Allah ihnen eine Abgabe als Pflicht auferlegt hat, die von den Reichen unter ihnen entrichtet wird, um unter den Armen von ihnen verteilt zu werden. Wenn sie dir darin gehorchen, dann nimm ihnen ja nie ihre wertvollsten Besitztmer. Und frchte die Klage des ungerecht behandelten Menschen, denn es gibt zwischen ihr und Allah keine Trennwand." (Al-Bukhari und Muslim)

    *Unter Leuten der Schrift (Arabisch: Ahl-ul-Kitab) versteht man die Angehörigen anderer Schriftreligionen, also Juden und
    Christen.
    Last edited by ; 16-05-2007 at 09:46 PM.
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    25. Die Glaubensartikel

    Ein Muslim glaubt an Einen Gott, Erhaben und Ewig, Unendlich und Mächtig, Gnädig und Barmherzig, Schöpfer und Versorger. Gott besitzt weder Vater noch Mutter, noch einen Sohn. Er gebiert nicht und ist nicht geboren. Nichts ist Ihm gleich. Er ist der Gott der Menschen, nicht eines besonderen Stammes oder einer besonderen Rasse.
    Gott ist hoch und erhaben, aber Seinen gläubigen, verständigen Dienern sehr nahe; Er erhört ihre Gebete und hilft ihnen. Er liebt die Menschen und vergibt ihre Snden. Seine Barmherzigkeit umfaßt alle Dinge. Er gibt den Menschen Frieden, Glck, Wissen und Erfolg.
    Gott ist der Erbarmer (der am häufigsten gebrauchte der Namen Gottes bzw. Seiner Attribute), Allwissende, Allmächtige, Barmherzige, einzigartige, Allhörende, allsehende, Lebendige, Sprechende, der Richter und der Frieden. Gottes zahlreiche Eigenschaften sind im Koran erwähnt.
    Gott erschuf den Verstand des Menschen, damit er begreifen kann, Er erschuf die Seele und das Bewußtsein, damit der Mensch gut und rechtschaffen werden kann. Er erschuf das Gefhl, damit der Mensch freundlich und menschlich sein kann. Im Gegenzug fr all die Gnade und Barmherzigkeit, die Gott dem Menschen erwiesen hat, benötigt Er nichts von uns, weil Er nichts und niemanden bedarf und Er unabhängig ist. Gott lädt uns ein, Ihn zu erkennen, Ihn zu lieben und seine Anordnungen zu befolgen. Dies ist zu unserem Nutzen und zu unserem Erfolg.

    26. Die Gesandten und Propheten Gottes

    Ein Muslim glaubt an alle Gesandten und Propheten Gottes ohne Unterschied. Alle Gesandten waren sterbliche Menschen. Sie waren von Gott auserwählt worden, um die Menschen den Islam zu lehren. Der Koran erwähnt 25 Propheten und Gesandte und berichtet, dass es noch weitere gab. Die Botschaft der Gesandten war im Kern die Gleiche, es war der Islam, und sie kam aus der einen und gleichen Quelle. Sie forderten die Menschen auf, sich dem Willen Gottes hinzugeben, d. h. Muslime zu werden.

    27. Die Offenbarungen und der Koran


    Ein Muslim glaubt an alle Schriften und Offenbarungen in ihrer vollständigen und ursprnglichen Form. Allah, der Schöpfer, hat die Menschen nicht ohne Rechtleitung gelassen. Offenbarungen wurden gesandt, um die Menschen auf den rechten Pfad zu leiten. Die Botschaft aller Gesandten und Propheten war die Gleiche. Sie forderten die Menschen auf, auf den Weg Gottes, von dem sie abgewichen waren, zurckzukehren.

    Der Koran ist das heilige Buch der Muslime. Es ist die abschließende Rechtleitung an die Menschen, berbracht durch den Engel Gabriel an den abschließenden der Gesandten, Muhammad (a.s.). Jedes Wort des auf Arabisch offenbarten Korans ist das Wort Allahs. Der Koran, welcher in 23 Jahren offenbart wurde, hat 114 Kapitel und ber 6000 Verse. Der Koran handelt vom Menschen und dem Lebensziel des Menschen. Er spricht alle Lebensbereiche an und berichtet vom Leben nach dem Tode. Er beinhaltet Prinzipien, Anweisungen und Empfehlungen. Der Koran ist historisch gesehen unverändert in seiner Originalform berliefert worden. Die Muslime lernten und lernen Teile des Korans oder den ganzen Koran auswendig.

    28. Die Engel

    Die Engel sind geistige Wesen, aus Licht geschaffen, die weder essen noch trinken. Sie besitzen keinen freien Willen und sind nur mit dem Dienst fr Allah beauftragt.

    29. Der Jngste Tag
    Die Muslime glauben an den Jngsten Tag und an die Abrechnung und die Rechenschaft fr ihr Leben vor Allah. Nach dem Tode werden die Menschen auferweckt werden und ihre Taten werden im Jenseits vor ihnen ausgebreitet. Ihnen wird entweder von Allah vergeben, oder sie werden von Allah ihrer gerechten Strafe zugefhrt. Kein Staubkörnchen Gutes oder Schlechtes wird verloren gehen. Allah wird am Tag des Gerichts absolute Gerechtigkeit walten lassen. Das Wissen ber den Tage des Gerichts ist allein bei Allah.

    30. Die Vorherbestimmung

    Ein Muslim glaubt an die Vorherbestimmung. Vorherbestimmung bedeutet das zeitlose Wissen Allahs und die Macht, seine Pläne vorzubereiten und durchzufhren. Allah ist Weise, Gerecht und voller Liebe und was Er tut hat Grnde, obwohl wir manchmal nicht in der Lage sind, die Weisheit hinter Seinem Handeln zu erkennen. Der Mensch berlegt, plant und trifft eine Entscheidung, aber wenn die Dinge nicht so laufen, wie er will, darf er die Hoffnung und die Geduld nicht verlieren. Statt dessen sollte er auf Allah vertrauen, geduldig ausharren und das hinnehmen, was Gott fr ihn bestimmt hat.

    31. Der Zweck des Lebens

    Der Muslim glaubt, dass der Zweck des Lebens der Dienst fr Allah ist. Der Dienst fr Gott bedeutet nicht, dass man sein ganzes Leben in Zurckgezogenheit und Meditation verbringen soll. Gott zu dienen bedeutet zu versuchen, das Leben entsprechend den vorgeschriebenen Regeln Gottes zu fhren. Allah zu dienen bedeutet, Ihn zu erkennen, Ihn zu lieben, sich Ihm hinzugeben und alle Lebensbereiche auf Gott auszurichten.

    32. Die Stellung des Menschen

    Der Mensch genießt unter den Lebewesen eine sehr hohe Stellung. Nur der Mensch ist mit Gaben wie Verstand, Geistigkeit und dem Willen zum Handeln ausgestattet. Der Mensch ist nicht von der Geburt bis zum Tode verflucht, sondern er trägt das Potential zum Edlen und Guten in sich. Der Islam lehrt auch, dass jeder Mensch als Muslim geboren wird. Alle Menschen werden ohne Snde geboren. Wenn ein Mensch die Pubertät erreicht und sein geistiger Zustand in Ordnung ist, wird er verantwortlich fr all seine Taten und Handlungen. Die ersten Menschen Adam und Eva begangen gemeinsam eine Snde. Sie flehten Allah an, damit Er ihnen ihre Snde vergebe, und Gott vergab ihnen.

    33. Die Vergebung

    Der Muslim ist der Überzeugung, dass der Mensch sich fr die Vergebung seiner Snden und Verstöße gegen die göttlichen Gebote bemhen muß, indem er der Rechtleitung Allahs folgt. Keiner kann fr einen anderen handeln oder um Vergebung bitten. Um Vergebung zu erlangen, muß eine Person Glaube und Tat in Einklang bringen. Allein der Glaube oder die gute Tat reicht nicht aus. Andererseits wird Allah von jemandem keine Rechenschaft verlangen, solange Er ihm nicht den Rechten Weg aufgezeigt hat.

    34. Die Annahme des Glaubens

    Ein Muslim glaubt, dass der Glaube nicht vollständig ist, wenn dieser einfach ohne zu hinterfragen blindlings befolgt wird. Der Mensch muß seinen Glauben auf Überzeugungen grnden, die frei von Zweifeln sind. Der Islam garantiert die Glaubensfreiheit und verbietet den Zwang zur Religion. Der Muslim unterscheidet im Glauben eindeutig zwischen den Worten Gottes im Koran und den Überlieferungen des Propheten Muhammad (a.s.), genannt Hadith. Die Aussagen des Propheten Muhammad (a.s.) stellen die Auslegung des Koran dar. Sowohl Koran, als auch Hadith sind die Quellen des Islam, aus denen das Wissen geschöpft wird.

    35. Die Glaubenspraxis


    Gott hat dem Muslimen fnf grundlegende religiöse Handlungen aufgetragen, davon einige täglich, einige wöchentlich, manche jährlich und manche mindestens einmal im Leben. Diese Handlungen dienen dazu, den spirituellen Bedrfnissen des Menschen entgegenzukommen und dem gesamten Leben einen göttlichen Aspekt zu geben.

    Die fnf grundlegenden Handlungen (Die fnf Säulen des Islam) sind:
    1. Das Glaubensbekenntnis (Schahada)
    2. Die fnf täglichen Gebete
    3. Das Fasten im Monat Ramadan
    4. Die Almosensteuer (Zakat)
    5. Die Wallfahrt (Hadsch)


    1. Das Glaubensbekenntnis Schahada)

    Den Glauben an die Einheit Allahs bezeugt der Muslim durch das Ablegen des Bekenntnisses zu dem Glauben mit den folgenden Worten: "Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und ich bezeuge, dass Muhammad Sein Diener und Sein Gesandter ist." (in Arabisch: "Aschhadu an la ilaha illa Allah, wa aschhadu anna Muhammadur rasuulu Allah. "

    2. Das tägliche Gebet fnfmal am Tag

    Die Anbetung des Schöpfers fnfmal am Tag ist die beste Art im Menschen eine starke Persönlichkeit zu formen. Im Gebet schließt sich jede Muskelfaser der Seele und dem Verstand im Gottesdienst und der Lobpreisung Gottes an. Das islamische Gebet ist kein bloßer Gottesdienst, es ist insgesamt ein Ausdruck von geistiger Meditation und spiritueller Hingabe, von Festigung des Charakters und von körperlicher Übung. Neben dem festen, rituellen Gebet gibt es das freie Gebet, ohne besondere Form und zu beliebigen Zeiten.

    3. Das Fasten
    Das sich enthalten vom Essen, Trinken und sexuellen Beziehungen während des Fastens, lehrt den Menschen das Prinzip der wahren Liebe zu Gott. Dazu erfährt der Fastende den Sinn von Hoffnung, Demut, Geduld und Selbstlosigkeit, Mäßigung, Willenskraft, Selbstdisziplin, einen Geist sozialer Zugehörigkeit, Einheit und Brderlichkeit.Das verpflichtende Fasten ist im Monat Ramadan von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang vorgeschrieben.

    4. Die Zakat
    Das Spenden ist ein Akt des Gottesdienstes und der spirituellen Investition. Die Almosensteuer, auf welche die Armen ein Recht besitzen, reinigt nicht nur den Besitz und das Vermögen, sondern auch von Selbstsucht und Gier. Sie reinigt das Herz von Neid und Eifersucht. Der Islam nimmt als Religion der Mitte eine gemäßigte, positive und effektive Stellung zwischen Individuum und Gesellschaft, zwischen Brger und Staat, zwischen Kapitalismus und Sozialismus, zwischen Materialismus und Spiritualismus ein.

    5. Die Hadsch
    Die Wallfahrt ist die größte Versammlung der Erde, die einmal pro Jahr zu den heiligen Stätten von Mekka und Medina stattfindet. Frieden ist das bergreifende Thema dieses Treffens. Frieden mit Gott, Frieden mit den Menschen, mit sich selbst und mit allen Geschöpfen. Der Brauch der Wallfahrt geht auf den Propheten Abraham zurck, der zusammen mit seinem Sohn das Gotteshaus - die Kaaba - in Mekka errichtete. Die Hadsch soll die Muslime auch an den Tag des Gerichts erinnern, an dem die Menschen vor Gott stehen werden.


    36. Der Islam umfaßt alle Lebensbereiche
    Die Muslime besitzen die feste Überzeugung, dass die Botschaft Muhammads (a.s.) fr die ganze Menschheit bestimmt ist und fr alle Zeiten Gltigkeit besitzt. Darauf deuten folgende Punkte hin:
    - Ihre Universalität ist in Koranstellen eindeutig festgelegt.
    - Es ist eine logische Schlußfolgerung aus der abschließenden Gesandtschaft Muhammads (a.s.). Er muß folglich die Leitung und Fhrung fr alle Menschen und zu allen Zeiten besitzen.
    - Es ist eine Tatsache, dass in den letzten 1400 Jahren seit Muhammad (a.s.) kein Mensch gekommen ist, dessen Taten, Werke und Leben im entferntesten denen eines Propheten oder Gesandten geähnelt hätten. Es hat bisher keiner ein Buch präsentiert, dessen Anspruch als göttliche Leitung zu gelten ernstgenommen werden könnte.

    Die Botschaft von Muhammad (a.s.) und auch der anderen Propheten, welche die universale Botschaft des Islam gebracht haben, endete nicht mit ihrer Ver ndigung. Sie mußten die Menschen fhren, indem sie ihnen die Grundsätze des Glaubens erklärten, die ethischen Grundlagen erläuterten, die göttlichen Anweisungen und Forderungen mit ihrer Lebensweise darlegten, und indem sie die Art und Weise des Gottesdienstes, wie er von Gott gefordert wird, in die Praxis umsetzten. Die Gläubigen mssen unter ihrer Fhrung zu einer organisierten Gemeinde wachsen, so dass Gottes Worte ber alle anderen Worte hinaus Bestand haben.

    1. Das spirituelle Leben:
    Gebet, Fasten, Armenabgabe, Hadsch, Liebe zu Allah und Seinen Gesandten, Liebe zur Wahrheit und der Menschheit, Hoffnung und Vertrauen auf Allah und die Guten Taten um Allahs Willen.

    2. Das intellektuelle Leben:
    Wahres Wissen basierend auf klaren Beweisen und unbestreit-baren Belegen, die auf Erfahrung, Experimenten oder auf beidem fußen. Der Koran deutet auf die unendlichen Wissensreichtmer im Universum hin. Der Islam verlangt auf der Grundlage von Wissen und Forschung den Glauben an Allah.

    3. Das Privatleben:
    Reinheit und Sauberkeit, angemessene Kleidung, rechtes Verhalten und eine gute und gesunde sexuelle Beziehung innerhalb der Ehe.

    4. Das Familienleben:
    Eine Familie ist eine soziale Gruppe von Menschen, deren Mitglieder durch Blutsbande oder Heirat zusammengefgt sind. Heirat ist fr alle, die dazu in der Lage sind eine religiöse Pflicht. So hat jedes Mitglied der Familie Rechte und Pflichten.

    5. Das soziale Leben:
    Dem Menschen ist von Allah angeraten, seine äußerste Hilfe seinen Familienmitgliedern, Verwandten, Angestellten oder Nachbarn angedeihen zu lassen. Es gibt keine Überlegenheit aufgrund von Klasse, Hautfarbe, Abstammung oder Besitz. Die Menschheit ist eine Familie von demselben Vater und derselben Mutter. Die Einheit der Menschheit ist nicht nur der Urzustand, sondern auch das Ziel.

    6. Das wirtschaftliche Leben:
    Den Unterhalt durch ehrbare Arbeit zu verdienen ist nicht nur eine Pflicht, sondern auch eine große Tugend und wird sogar als Gottesdienst (Ibadah) aufgefasst. Das Verdiente ist Privatbesitz. Das Individuum ist verantwortlich fr den Besitz des Staates und der Staat ist verantwortlich fr die Sicherheit des Individuums. Das islamische Wirtschaftssystem basiert nicht auf arithmetischen Rechnungen, sondern auf Moral und Grundsätzen. Der Mensch kommt mit leeren Händen auf die Welt und verläßt diese mit leeren Händen. Der Wahre Besitzer aller Dinge ist einzig und allein Allah. Der Mensch ist nur ihr Sachwalter.

    7. Das politische Leben:
    Die Souveränität in einem islamischen Staat gehört Gott. Der Regierende ist nur ein Ausfhrender, der von den Menschen gewählt wurde und der entsprechend den Gesetzen Gottes regiert. Der Staat muß Gerechtigkeit und Sicherheit fr alle Brger garantieren. Nicht-Muslime genießen Rechtsautonomie z. B. in den Bereichen Ehe, Scheidung, Erbrecht und Jurisdiktion (Gerichtsbarkeit).

    8. Das internationale Leben:
    Die Menschheit hat einen gemeinsamen Ursprung, eine gemeinsame Stellung und ein gemeinsames Ziel. Die Interessen und Rechte anderer bezglich Leben, Ehre und Besitz werden geachtet. Unterdrckung ist verboten. Krieg ist nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt.
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  6. #6
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    Die wundervollen und integriert....

    Jazak Allaah khayran
    " 21-"



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    27 :6 .


  7. #7
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    Das Buch :

    Was ist ISLAM ? ______________ Doc

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    Allah segne dich mein Bruder karim
    Vielen dank

  9. #9
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    Quote Originally Posted by View Post

    Allah segne dich mein Bruder karim
    Vielen dank
    Vielen Dank Schwester Nura
    Moege Allah dich belohnen
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  10. #10
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    Vielen danken Meinen Brueder ASSAD fuer das Buch Ich hoffe dass , Die Deutschern das Buch lesen Sehr interresanten Buch

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